Das Stader LNG-Terminal sollte im Februar 2024 mit der  Transgas Force in Betrieb gehen

Aktualisiert  im Juli 2025

Das schwimmende LNG-Terminal ENERGOS FORCE IMO 9861811 ex TRANSGAS FORCE hatte fast ein Jahr lang im Stader Hafen gelegen, ohne dass Flüssigerdgas an Land übertragen wurde. Hintergrund ist offenbar ein Streit über die Infrastruktur an Land zwischen der DET und der HEH. Die DET ist die bundeseigene Gesellschaft für den Betrieb von Terminals, über die Flüssigerdgas (LNG) per Schiff angelandet wird – die HEH ist für die Infrastruktur an Land zuständig.

Ungenutztes Schiff kostet 200.000 Euro pro Tag

Die Deutsche Umwelthilfe geht davon aus, dass das ungenutzte LNG-Terminal den Steuerzahler pro Tag rund 200.000 Euro kostet. Denn die bundeseigene DET habe das Schiff für zehn Jahre gechartert. Die DET bestätigte oder dementierte diese Summe nicht.

Das Bundeswirtschaftsministerium teilte auf Anfrage mit, dass es aktuell die genauen Kosten ermittele. 

Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/LNG-Terminal-in-Stade-Lies-draengt-auf-schnelle-Inbetriebnahme,stade1364.html

 Sie befindet sich nun auf Reede vor dem ägyptischen Hafen Damietta.

 10. Juli 2025,

 Das Spezialschiff hat nach einem Zwischenstopp in Gibraltar seine Fahrt fortgesetzt und befindet sich nun auf Reede vor dem ägyptischen Hafen Damietta. Die „Energos Force“ ist jetzt als LNG-Tanker sozusagen „untervermietet“ worden – und zwar an den ägyptischen Energiekonzern „Egyptian Natural Gas Holding Company“ (EGAS). Das bestätigte eine Sprecherin des Bundes-Wirtschaftsministeriums dem WOCHENBLATT.

Über die Dauer des Chartervertrages wollte sie keine Auskunft geben. Nach Insider-Informationen soll es um einen Zeitraum von fünf Monaten gehen. Eine Rückkehr des Schiffes nach Stade rechtzeitig zu Beginn der Heizperiode – so war es bisher angekündigt – dürfte damit wohl ausgeschlossen sein.

  Quelle:https://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/stade/c-wirtschaft/naher-osten-statt-elbe-schwimmendes-lng-terminal-wurde-nach-aegypten-untervermietet_a366014

Düsseldorf/Stade, 14. November 2025.

Entscheidender Fortschritt auf dem Weg zur Fertigstellung und anschließenden Inbetriebnahme des schwimmenden LNG-Terminals Stade: Gemäß Vereinbarung vom 14.11.2025 zwischen der bundeseigenen Deutschen Energy Terminal GmbH (DET) und der bislang den Bau der Suprastruktur für das FSRU-Terminal ausführenden Hanseatic Energy Hub GmbH (HEH) wird DET nunmehr die Fertigstellung der Suprastruktur übernehmen.

DET-Geschäftsführer Dr. Peter Röttgen zu den Verhandlungen: „Es war kein leichter, im Ergebnis aber zielführender Weg, dass wir als bundeseigene Gesellschaft zur Realisierung des gesamten schwimmenden LNG-Terminals Stade nunmehr die Suprastruktur fertigstellen werden und den wichtigen Beitrag des Standortes Stade für die Versorgungssicherheit sicherstellen dürfen. Es waren äußerst komplexe Fragestellungen zu klären und entsprechende Einigungen zu erarbeiten. Sowohl dem Bundeswirtschaftsministerium als auch dem Land Niedersachsen gilt unser Dank für die hilfreiche Begleitung der Gespräche.“

Die Vereinbarung räumt der DET Zugang zur Suprastruktur ein, sodass die bundeseigene Gesellschaft umgehend deren Inspektion, Planung und Fertigstellung beginnen kann. DET-Partnergesellschaften können fortan für die offenen Arbeiten mobilisiert und mit der Materialbeschaffung beauftragt werden. Im Zentrum der Fertigstellung stehen internationale Sicherheitsstandards, die vollständige Pflichtdokumentation sowie die Einhaltung aller gesetzlichen und behördlichen Anforderungen. Dies sind die Voraussetzungen für die Akzeptanz des schwimmenden LNG-Terminals durch den globalen Gashandel.

Nach aktuellem Sachstand ist davon auszugehen, dass das Terminal nicht vor dem zweiten Quartal 2026 in Betrieb gehen wird. Eine genauere Terminierung ist nach Abschluss der Inspektionen zu erwarten. Die rechtzeitige Rückkehr des untervercharterten Regasifizierungsschiffs FSRU Energos Force ist sichergestellt.

Einführung

Nach einer etwa einjährigen Bauzeit ist im Seehafen von Stade ein neues Hafenbecken mit einem Anleger für ein schwimmendes LNG-Terminal (FSRU) fertiggestellt worden. Niedersachsens landeseigene Hafengesellschaft N-Ports hat nach eigenen Angaben 300 Millionen Euro in den Bau des Anlegers investiert.

„Transgas Force“, Umbau auf der Lloyd Werft

Das schwimmende Importterminal für Flüssigerdgas (LNG), die „Transgas Force“ wurde Ende 2023 von der Lloyd Werft für ihren Einsatz als zur Aufnahme und Verdampfung von LNG vorbereitet. Dazu wurden Rohrleitungen und Anschlüsse angepasst und ein großer Kran aufgebaut. Die Arbeiten dauerten laut Werft bis Ende des Jahres (Quelle Tagesschau).

Technische Daten der FSRU „Transgas Force“

„Bei den Arbeiten an der Floating Storage and Regasification Unit (FSRU) „Transgas Force“ ging es außerdem um den Neubau einer Übergabestation auf der Steuerbordseite des Schiffes für den Einsatz in Stade. Dabei wurden Rohrleitungen mit einem deutlich größeren Durchmesser verbaut, wie wir sie bislang im Rohrleitungsbau im Schiffbau kannten“ so Friedrich Norden, Geschäftsführer der Lloyd Werft.

Das Schiff mit einer Länge von 294 Meter und 47 Meter Breite hätte zwar allein gerade so durch die 305 Meter lange Kaiserschleuse gepasst, doch wäre kein Platz mehr für die Assistenzschlepper gewesen. Somit hat die „Transgas Force“ bei Stauwasser am 6.12.2023 gegen 5.00 Uhr die Bremerhavener Kaiserschleuse per Dockschleusung passiert. Bei gleichem Wasserstand zwischen der Weser und dem Hafenbecken konnten dann beide Schleusentore gleichzeitig geöffnet werden. Rund 30 Minuten dauerte dabei die Passage der geöffneten Kaiserschleuse.

Die griechische Dynagas Ltd. mit Hauptsitz in Athen ist der Eigner der „Transgas Force“.  Die Dynagas ist internationaler Manager von 18 LNG-Tankern und FSRUs mit einer Gesamtkapazität von rund drei Millionen Kubikmetern

(Quellen: Text Lloydwerft, Fotos  Lloydwerft, WESER-MARITIME-NEWS)

Die „Transgas Force“ hat bei Stauwasser am 6.12.2023 gegen 5.00 Uhr die Bremerhavener Kaiserschleuse per Offen-Dockschleusung passiert.

Das schwimmende Importterminal für Flüssigerdgas (LNG) in Stade sollte voraussichtlich im Februar 2024 den Betrieb aufnehmen und pro Jahr sollen mit der schwimmenden Speicher- und Regasifizierungseinheit (FSRU) Transgas Force die LNG-Ladungen von rund 50 LNG-Tanker (insgesamt rund fünf Milliarden Kubikmeter Erdgas) umgeschlagen werden – das entsprach zuletzt etwa sechs Prozent des deutschen Gasverbrauchs. Der Anleger, der im Auftrag der landeseigenen Hafeninfrastrukturgesellschaft NPorts in den vergangenen Monaten entstand, wurde Mitte Dezember an die künftigen Nutzer, die Deutsche Energy Terminal GmbH und das Konsortium Hanseatic Energy Hub (HEH), übergeben.

Die Hafengesellschaft Niedersachsen Ports (NPorts) ist für die Planung und Umsetzung des Anlegers bei Stade zuständig. Der Einsatz der „Transgas Force“ in Stade ist bis Ende 2026 vorgesehen, dann erfolgt die Ablösung durch das landseitige als „Zero-Emission-Terminal“.

(Quellen Tagesschau und Deutsche Energy Terminal GmbH)

Baustelle des neuen LNG-Anlagers (Foto Deutsche Energy Terminal GmbH)

Updated on 15. November 2025