Einführung
Im Duisburger Hafen entsteht mit dem Duisburg Gateway Terminal (DGT) das größte Containerterminal im europäischen Hinterland. Es ist das erste Terminal, das mit Hilfe von Wasserstoff vollkommen klimaneutral betrieben werden und intelligent vernetzt sein soll.
Damit gelten die Entwicklungen am DGT als Modellprojekt für die Zukunft der Logistik.
enerPort II
Das Projekt „Verbundvorhaben: EnEff:Stadt: enerPort II – Optimierter Energieeinsatz im Hafen-Microgrid @ DGT“ wird vom BMWK unter dem Förderkennzeichen 03EN3046 mit einer Laufzeit vom 01.12.2021 bis zum 30.11.2025 durch eine Zuwendung aus dem Sondervermögen „Energie und Klimafonds“ gefördert. Es ist auf der Seite energiewendebauen.de aufgeführt.

Am Anfang des Vorgängerprojekts »enerPort – Sektorenkopplung und effiziente Energieversorgung von Binnenhäfen am Beispiel des Duisburger Hafens« stand eine Bestandsanalyse:
Wie lassen sich Binnenhäfen charakterisieren?
Welche Handlungsfelder sind mit Blick auf die Energiewende erkennbar?
Und wie sehen Anforderungen und Rahmen-bedingungen speziell am Duisburger Hafen aus?
Auf Basis der Antworten entwickelten duisport und Fraunhofer UMSICHT technologieoffene und übertragbare Gesamtkonzepte zur Energienutzung und -versorgung von Binnenhäfen. Sie folgen einem cross-industriellen Ansatz zur Sektorenkopplung der Energiewirtschaft mit Produktion, Logistik, urbanem Raum und Mobilität, um übergreifend Synergien zu schaffen und die Potenziale der Standorte voll auszuschöpfen.
KURZFASSUNG der METASTUDIE BINNENHÄFENStand: 16.12.2021
© Fraunhofer UMSICHT
Binnenhäfen haben als Knotenpunkte der Logistik und als industrielle Produktionsstandorte eine
hohe wirtschaftliche Bedeutung und sind wichtige Handlungsräume für die Transformation des
Energiesystems. Die vorliegende Studie gibt einen differenzierten Überblick über die
Binnenhafenlandschaft in Deutschland, charakterisiert ausgewählte Häfen und analysiert diese
hinsichtlich relevanter Anknüpfungspunkte für Transformationsprozesse. Dabei liegt der Fokus auf
der Identifizierung von Optionen zum Ausbau von Erneuerbaren Energien (EE) und zur Kopplung
bisher unabhängiger Sektoren.
Zu diesem Zweck werden die Häfen kategorisiert und typologisiert.
Die Erarbeitung der Hafentypologie erfolgt dabei in Anlehnung an bestehende Quartiers- und
Siedlungstypologien und beinhaltet hafentypische Elemente, mit denen die Ausprägungen der zu
untersuchenden Häfen jeweils beschrieben werden können. Die Typologie der Binnenhäfen bildet
damit eine wichtige Grundlage für spätere Untersuchungen zur Übertragbarkeit von
Transformationsprojekten innerhalb der Hafenlandschaft. Gleichzeitig erleichtert sie die Identi-
fizierung von Synergiepotenzialen mit den durch Siedlungstypologien beschreibbaren
angrenzenden urbanen Räumen. Insofern werden die Binnenhäfen in diesem Zusammenhang als
besondere Stadtquartiere mit eigener Typologie aufgefasst.
Technologisch optimierte Konzepte können letztlich nur umgesetzt werden, wenn sie sich in den
bestehenden regulatorischen Rahmen einfügen. Welche Gesetze, Verordnungen und Richtlinien
jeweils zum Tragen kommen, ist standortbezogen abzuklären.
Die Gesamtprojektleitung liegt bei duisport. Als Eigentums- und Managementgesellschaft des Duisburger Hafens verantworten wir die Infra- und Suprastruktur sowie das Ansiedlungsmanagement für den Hafen- und Logistikstandort und bieten Full-Service-Pakete an. Ebenso erbringen wir mit unseren Tochtergesellschaften logistische Dienstleistungen, wie beispielsweise Aufbau und Optimierung von Transport- und Logistikketten, Schienengüterverkehrsleistungen, Gebäudemanagement oder Kontrakt- und Verpackungslogistik. Als weltweit größter Binnenhafen zählen wir zu den international führenden Logistik-Drehscheiben für hochwertige Güter mit hoher Wertschöpfung. Mit den direkten Verbindungen zu Zielen in ganz Europa sind wir der zentrale Hinterland-Hub für die Logistik und haben wir eine Gateway-Funktion für die zentral- und mitteleuropäischen Wirtschaftsregionen.
Die Duisburger Hafen AG ist die Miteigentümerin des Duisburg Gateway Terminal (DGT), das im Projekt enerPort II als Projektstandort dient. Im Projekt richten wir die technischen Planungen für die Installation des neuen Energiesystems an den logistischen Kernaufgaben des Terminals aus. Eine Herausforderung liegt darin, dass das DGT aufgrund seiner räumlichen Lage nur über eine limitierte Fläche verfügt und das zu entwickelnde Energiesystem mit seinen verschiedenen Komponenten eigene Platzanforderungen mit sich bringt.