Grüne Eisen Pellets aus Australien

von Andreas Lohse | 26. August 2024 | Forschung & Technik

(Lakewood / USA) – Der weltweite Wandel hin zu einer wasserstoffbasierten Stahlerzeugung berge für Australien ein großes Potenzial, seine riesigen Eisenerzvorkommen für den Export zu verarbeiten. Direkt reduziertes Eisen auf Wasserstoffbasis (DRI) sei „eine wichtige Alternative gegenüber fossilen Brennstoffe bei der Eisenerzeugung“. Australiens Ressourcen bei erneuerbaren Energien machten die Herstellung von grünem Wasserstoff für die Stahlherstellung „relativ billig“. Zu diesen Ergebnissen kommt ein Report des US-amerikanischen Institute of Energy Economic and Financial Analysis (IEEFA).

Internationale Automobilhersteller unterzeichneten bereits Kaufverträge für mit Wasserstoff hergestelltem grünem Stahl. Es sei zu erwarten, so die Analysten, „dass sich die Definitionen von grünem Eisen und grünem Stahl noch verschärfen werden“. Basirat: Die Hersteller seien „zunehmend dem Risiko ausgesetzt, dass die Stahlverbraucher überhaupt keine fossilen Brennstoffe in ihrer Lieferkette haben wollen“.

Quelle: https://power-to-x.de/ieefa-australien-sollte-hbi-fuer-gruenen-stahl-exportieren-statt-wasserstoff/

Batterieelektrischer Muldenkipper von Liebherr für den Einsatz in Australien (Quelle Liebherr)

Großauftrag für Liebherr: 475 batterieelektrische Baufahrzeuge für den Mining-Konzern Fortescue

Es ist das größte Auftragsvolumen für Liebherr in seiner 75-jährigen Firmengeschichte: Auf der Fachmesse MINExpo in Las Vegas (USA) unterzeichneten am 24. September 2024 die Firmengruppe und der australische Kunde und Partner Fortescue einen Vertrag, der die gemeinsame Entwicklung und die anschließende Abnahme von 475 Liebherr-Maschinen durch Fortescue vorsieht. Der Auftrag mit einem Volumen von rund 2,5 Milliarden-Euro umfasst 360 batterieelektrische sowie autonome Muldenkipper, 55 Elektro-Bagger und 60 batterieelektrische Planierraupen, die Fortescue in seinen Minen in Australien einsetzen wird.

Alle diese Maschinen sowie eine Vielzahl der darin verbauten Schlüsselkomponenten und Maschinenelektronik werden an sechs Standorten der Firmengruppe in Deutschland, Frankreich, Österreich, den USA und Australien entwickelt, produziert und später auch gewartet. Aus der Vereinbarung wird eine der weltweit größten Bergbauflotten entstehen, die komplett emissionsfrei arbeiten.

Updated on 11. November 2025