Schleswig-Holstein am 26. April 2022 – Sebastian Tegtmeyer

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther wollte 2021, dass in Brunsbüttel Anfang des kommenden Jahres ein schwimmender LNG-Terminal in Betrieb genommen werden kann.
„Wir arbeiten mit Hochdruck daran“, sagte der CDU-Politiker im Interview der Zeitung Welt. Nötig sei dazu der Bau einer 2,5 Kilometer langen Pipeline. „Die Gespräche dazu laufen. Unser Ziel ist, das bis Anfang 2023 hinzubekommen. Und das werden wir auch schaffen.“ Mit Hilfe des schwimmenden Terminals sollen demnach jährlich fünf Milliarden Kubikmeter Gas in das deutsche Gasnetz eingespeist werden können.
Das schwimmende LNG-Terminal in Brunsbüttel wurde zwar tatsächlich Anfang 2023 in Betrieb genommen, die FSRU Höegh Esperanza erreichte den Standort und nahm den Betrieb auf und stärkte die deutsche Gasversorgung, aber die geplante volle Jahreskapazität mit neuer Gasleitung verzögerte sich. Das neue feste Terminal soll erst 2027 fertig werden, während das schwimmende Terminal bis dahin die Versorgung sichern soll.

LNG Speicher- und Verdampfungsschiff „Höegh Esperanza“ im Einsatz in Wilhelmshaven (Quelle Wikipedia)