Einführung
Die weltweit größte Elektrolyseanlage hat eine Nennleistung von 2 GW und wird zur Zeit in Saudi-Arabien gebaut, sie wird Ende 2026 in Betrieb gehen. Weitere große Elektrolyseure stehen in den USA, China und Deutschland und sind in den folgenden Tabellen dargestellt
Tabelle für Deutschland



Laut BASF handelt es sich bei der am 17. März in Betrieb genommenen 5 MW Anlage um den größten PEM-Elektrolyseur Deutschlands. Die Anlage umfasst 72 Stacks und habe das Potenzial zur Reduktion der Treibhausgasemissionen von bis zu 72.000 Tonnen pro Jahr.

Deutschland
54 Megawatt PEM-Elektrolyseur für BASF
Mit einer Leistung von 54 Megawatt (MW) und einer Kapazität von bis zu 8.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr wird der PEM-Elektrolyseur nach Fertigstellung einer der größten seiner Art in Deutschland sein. Betrieben mit Strom aus erneuerbaren Energien wird die Anlage CO2-freien Wasserstoff erzeugen und damit die Treibhausgasemissionen am Standort um jährlich bis zu 72.000 Tonnen senken.
Den produzierten Wasserstoff wird BASF überwiegend als Rohstoff zur Herstellung von Produkten mit reduziertem CO2-Fußabdruck einsetzen. Darüber hinaus wird das Unternehmen Wasserstoff für die Mobilität in der Metropolregion-Rhein-Neckar bereitstellen, um den Hochlauf einer Wasserstoffwirtschaft in der Region zu unterstützen.
Hamburg Green Hydrogen Hub vergibt Auftrag für 100-MW-Elektrolyseur an Siemens Energy
11.09.2024
Am Standort des ehemaligen Kohlekraftwerks Moorburg realisiert die Projektgesellschaft Hamburg Green Hydrogen Hub (HGHH) eine 100-MW-Elektrolyseanlage für grünen Wasserstoff. Das HGHH-Konsortium, bestehend aus Luxcara und den Hamburger Energiewerken, beauftragt Siemens Energy für die Lieferung und Installation des 100-MW-Elektrolyseurs.
Das Unternehmen wird sechs Einheiten seines neusten Elektrolyseur-Modells liefern, die zusammen den 100-MW-Elektrolyseur bilden. Die Bauarbeiten für die Elektrolyseanlage sollen im nächsten Jahr beginnen.
Der Start des kommerziellen Betriebs ist für 2027 geplant. Jährlich sollen dann in Moorburg rund 10.000 Tonnen grüner Wasserstoff produziert werden. Über die Lieferung des Elektrolyseurs hinaus gehen HGHH und Siemens Energy mit einem zehnjährigen Wartungsvertrag eine langfristige Partnerschaft ein. Über die Höhe des Auftrags haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.
Die Stacks – die Herzstücke des Elektrolyseurs – werden in der neuen Gigafactory von Siemens Energy in Berlin gefertigt und am Standort Mühlheim sowie bei einem anderen europäischen Partner montiert.
Der gewählte Elektrolyseur beruht auf der sogenannten Proton Exchange Membrane (PEM)-Technologie, bei der die Spaltung von Wasser mithilfe von Strom in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff entlang einer Membran erfolgt. Diese Technologie ist durch die flexible Fahrweise besonders gut für den Betrieb mit erneuerbaren Energien geeignet.
Mitte Juli dieses Jahres hatte Bundesminister Robert Habeck in Berlin die Förderung des Wasserstoff-Großprojektes durch den Bund und die Freie und Hansestadt Hamburg bekannt gegeben. Kurz darauf überreichte Bundesminister Habeck im Beisein von Hamburgs Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard und Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan am künftigen Wasserstoffstandort Moorburg persönlich die IPCEI*-Förderbescheide von Bund und Land. Zuvor hatte die EU-Kommission Mitte Februar 2024 grünes Licht für die Förderung des IPCEI-Projekts gegeben und damit den Weg für die nationale Förderung geebnet.
(2) Elektrolysekapazitäten in Deutschland: Stand und Ausblick
(4) CO2-freier Wasserstoff: BASF erhält Förderzusage für 54 Megawatt-Wasserelektrolyse
(11) Grüner Wasserstoff schon heute: Diese fünf Elektrolyse-Anlagen sind bereits in Betrieb

Westküste 100
(Die Elektrolyse-Anlage wird nicht gebaut)
Das Projekt war seit 2020 vom Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen des Programms „Reallabore der Energiewende“ mit einer Gesamtsumme von 36 Millionen Euro gefördert worden. Peter Altmeier (CDU), der zu jener Zeit Bundeswirtschaftsminister war, hatte damals in Berlin den Förderbescheid überreicht.
Drei Jahre nach Beginn des Leuchtturmprojekts wurde der zentrale Baustein von „Westküste 100“ nun vorzeitig beendet. Die Elektrolyse-Anlage wird nicht gebaut.
Von der Gesamtsumme sind nach Angaben einer Firmensprecherin von H2 Westküste GmbH etwa eine Million Euro ausgegeben worden. Die Landesregierung hatte das Projekt unterstützt – im Rahmen der landesweiten Wasserstoff-Strategie galt es als eines der Vorzeigeprojekte.
„Heute ist ein kleinerer Baustein eines Projektes in Heide abgesagt worden“, resümiert Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne) am Donnerstag. Doch das „große Elektrolyseur-Projekt“ namens „Hyscale 100“ laufe weiter. Die Landesregierung stehe voll dahinter. Hyscale 100 ist mehr als drei Mal so groß wie Westküste 100 und gilt als Projekt für die ganze Region. Auch Hyscale 100 ist noch in der Planungsphase.
Der Geschäftsführer der Raffinerie Heide, Roland Kühl, sagte NDR Schleswig-Holstein, man wolle die im Rahmen des Forschungsprojektes gewonnenen Erkenntnisse weiter nutzen. Ziel sei nach wie vor die Dekarbonisierung der Raffinerie – dabei spiele der Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft an der Westküste eine große Rolle.
Das Offshore-Wind-Unternehmen Ørsted aus Dänemark wollte sich ebenfalls an der Anlage in Heide beteiligen. Deutschland-Geschäftsführer Jörg Kubitza sagte, so ein Projekt lebe von der Wirtschaftlichkeit und die sei leider nicht gegeben. Die Kosten müssten stimmen und es müsse ein Markt geschaffen werden. Beides sei nicht der Fall, so Kubitza weiter. Dritter Partner des Konsortiums war Hynamics Deutschland, die Tochtergesellschaft des französischen Energieversorgers EDF, Electricite De France.
Quelle: NDR Schleswig-Holstein

Die weltweit größte Elektrolyseanlage
Die weltweit größte Elektrolyseanlage befindet sich in Saudi-Arabien und wird Ende 2026 in Betrieb gehen. Diese Anlage wurde von ThyssenKrupp gefertigt und wird zur Zeit für das Neom Green Hydrogen Projekt aufgebaut.
Die NEOM Green Hydrogen Company ist eine Neugründung von NEOM, ACWA Power sowie Air Products und errichtet in Saudi-Arabien eine riesige kommerzielle Anlage zur Produktion von Wasserstoff und Ammoniak, die vollständig mit erneuerbarer Energie betrieben wird.
Am 29. März 2022 erfolgte die Grundsteinlegung, die Anlage, für deren Bau 5 Milliarden US-Dollar veranschlagt sind, wird von der amerikanischen Firma Air Products gebaut, die Elektrolyse-Anlagen kommen von der ThyssenKrupp-Tochter Nucera.

Blick auf die Baustelle der weltweit größten Elektrolyseanlage in Saudi-Arabien.
Tabelle mit den größten Elektrolyseure zur Erzeugung von Wasserstoff in China

Tabelle mit den größten Elektrolyseure zur Erzeugung von Wasserstoff in den USA.
