Wilhelmshaven: Wasserstoff, Ammoniak

Wilhelmshaven, geplante Anlagen für Wasserstoff und Ammoniak

Einführung

Wilhelmshaven soll bis 2030 ein zentraler Energie-Hafen für grünen Wasserstoff werden, der durch die Kombination von Ammoniak-Importen und lokaler Wasserstoffproduktion mittels Elektrolyse gekennzeichnet ist.

Die Projekte Green Wilhelmshaven von Uniper umfassen ein Ammoniak-Importterminal mit einem Ammoniak-Cracker sowie eine 1-GW-Elektrolyseanlage, die grünen Wasserstoff aus erneuerbarem Strom erzeugen wird. Diese Infrastruktur soll den Import und die Produktion von Wasserstoff ermöglichen, eine effiziente Speicherung in vorhandenen Kavernen erlauben und die Anbindung an das europäische Wasserstoff-Kernnetz sicherstellen.

Green Wilhelmshaven

Die Rolle von Ammoniak in Wilhelmshaven für den Import und Transport

Grünes Ammoniak wird als nachhaltiger und gut lagerbarer Träger für den Transport von Wasserstoff aus Übersee genutzt.

Lokale Wasserstoffproduktion im Green Wilhelmshaven Electrolyser:

Außer dem Ammoniak-Importterminal wird auf dem Gelände des ehemaligen Kohlekraftwerks von Uniper auch eine 1-GW-Elektrolyseanlage für die Wasserstoffproduktion bis Ende des Jahrzehnts gebaut werden. Der Elektrolyseur könnte in Kombination mit dem Importterminal rund 300.000 Tonnen grünen Wasserstoff liefern, was 10-20% des für 2030 erwarteten Bedarfs in ganz Deutschland entspricht.

Das Projekt ist im Zehn-Jahres-Netzentwicklungsplan (TYNDP) für 2022 aufgeführt, der vom Europäischen Verbund der Fernleitungsnetzbetreiber (ENTSOG) veröffentlicht wurde. Dies stellt nicht nur einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung des Projekts dar, sondern unterstreicht auch seine Bedeutung für die europäischen Klima- und Energieziele. Weitere Informationen über TYNDP finden Sie hier.

Zentrale Infrastruktur und Anbindung an das Pipeline-Netz

Die Anlagen werden an das geplante Wasserstoffkernnetz und die vorhandenen Wasserstoff-Speicherkapazitäten (Salzkavernen) in Norddeutschland angebunden.

Umwandlung zu Wasserstoff:

In Wilhelmshaven wird ein Ammoniak-Cracker installiert, der das Ammoniak wieder in Wasserstoff und Stickstoff aufspaltet.

Wirtschaft und Klimaziele:

Die Projekte sind Teil der Nationalen Wasserstoffstrategie und sollen einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der deutschen Klimaziele leisten, insbesondere für Sektoren wie Chemie, Stahl und Verkehr.

Updated on 28. Januar 2026