Einführung
Im folgenden Text und den Abbildungen wird versucht, einen Überblick über die Gasversorgung in Deutschland zu geben, die inzwischen vornehmlich durch Pipelines und und LNG-Tanker erfolgt. Im Mittel verbraucht Deutschland rund 3400 GWh pro Tag, das sind rund 34 Billionen Kubikmeter, wenn man von einem groben Richtwert von 10 kWh pro Kubikmeter ausgeht. Je nach Größe und Bauart werden 140.000 bis 260.000 Kubikmeter flüssiges Erdgas pro Tanker transportiert. Damit ergeben sich rund 80 -150 Mio. cbm Gas bzw. 800-1500 GWh.
Zunehmend werden LNG-Tanker einen Teil der Gasversorgung übernehmen. Etliche Spezialschiffe (FSRU), die in Deutschland das Flüssiggas regasifizieren, also wieder zu Gas umwandeln, sind bereits in Betrieb, wie die folgende Tabelle der Kapazitäten in Mrd. cbm pro Jahr zeigt. Ab 2027 sollen landbasierte Terminals dazukommen.
LNG Terminals in Deutschland


Tabellen der Gaskapazitäten in Mrd. cbm pro Jahr.
Die Bauarbeiten zur Errichtung des schwimmenden Importterminals begannen im November 2022. Symbolisch wurde der Baubeginn in Gegenwart des niedersächsischen Wirtschaftsministers Olaf Lies (SPD) und des niedersächsischen Umweltministers Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) im Januar 2023 mit einem ersten Rammschlag gestartet. Die Kosten für die 600 Meter lange Anlegestelle beliefen sich auf 300 Millionen Euro und waren bis dahin das teuerste Projekt von NPorts.[6] Das neue Hafenbecken mit einem Anleger war Ende 2023 fertiggestellt.[7][8]
Im März 2024 lief die EnergosForce als schwimmendes LNG-Terminal ein.[9]
Lagebericht Gasversorgung Stand: 2. August 2024
Die folgenden Grafiken zeigten die Entwicklung der Speicherfüllstände im Jahresverlauf in Deutschland. Die Daten werden werktäglich aktualisiert.
Das Gas wird in die Speicher eingespeist und aufbewahrt. Von Ausspeisung spricht man, wenn das Gas entnommen und verwendet wird. Die Daten können sich durch Nachmeldungen rückwirkend ändern.
Damit die Speicher im nächsten Winter ausreichend befüllt sind, hat der Bundestag ein Gesetz beschlossen. Demnach müssen die Gasspeicher zum 1. Oktober 2024 zu 85 Prozent und zum 1. November zu 95 Prozent befüllt sein.




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